Historie

Persönliche Erfahrungen und soziales Engagement waren maßgeblich für die Gründung der gemeinnützigen SULO Stiftung am 16. August 1994.

Für den Stifter, Herrn Hermann Neuhaus, war hierbei die folgende Erkenntnis mit ausschlaggebend: Zur Behandlung von Krebs verfügt die moderne Medizin zwar über hervorragende Therapiemöglichkeiten, lässt aber die Patienten und ihre Angehörigen mit ihren Sorgen und Ängsten zu oft allein. Eine erfolgreiche Krankheitsbewältigung erfordert eine bedarfsgerechte und nachhaltige Berücksichtigung sowohl der medizinischen, als auch der psychologischen Bedürfnisse von Krebspatienten. Vor diesem Hintergrund wurde der Förderschwerpunkt Psychoonkologie gegründet mit dem Ziel, wirksame psychoonkologische Hilfen möglichst vielen bedürftigen Patienten anzubieten.

1995 wurde am Klinikum Herford eine eigenständige Abteilung für Psychoonkologie gegründet.

1998 und 2001 erfolgten erste Evaluationen der praktischen Arbeit in Kooperation mit den Universitäten Münster, Freiburg und Hamburg.

2004 wurde in Erweiterung dieses lokalen Ansatzes das Projekt „Case Management Psychoonkologie CM:P“ in Kooperation mit 6 Kliniken in NRW, dem Gesundheitsministerium Düsseldorf, der Krankenhausgesellschaft NRW, der AOK Westfalen-Lippe, der Unternehmensberatung McKinsey sowie den Universitäten Marburg und Bielefeld gestartet. Die Ergebnisse dieser Arbeiten bildeten mit die Grundlage für die Strukturierung der psychoonkologischen Arbeit in den Brustkrebszentren in NRW.

2006 wurde gemeinsam mit der Psychotherapeutenkammer NRW das Institut für Gesundheitsförderung und Versorgungsforschung gGmbH als An-Institut der Ruhr-Universität Bochum gegründet mit dem Ziel der praxisgerechten Optimierung psychoonkologischer Versorgungsstrukturen im stationären wie auch im ambulanten Bereich.

2012 gründete die Carina Stiftung gemeinsam mit der Universität zu Köln das Centrum für Psychoonkologie am CIO Köln Bonn, welches die Arbeiten des Instituts für Gesundheitsförderung und Versorgungsforschung unter neuem Namen fortführt.

Im März 2004 wurde die Satzung der Stiftung umfassend überarbeitet. Neben der Namensänderung – von SULO Stiftung in Carina Stiftung – wurden die Stiftungszwecke deutlich erweitert; zusätzlich zum Förderzweck Wissenschaft kann die Carina Stiftung sich seitdem auch für mildtätige und kulturelle Zwecke engagieren.

Ein besonderer Schwerpunkt der neueren Stiftungsaktivitäten ist das Thema Bildung und Erziehung, daher wurde für diese Projekte ein eigener Stiftungszweck in der Satzung definiert.